Vermessungsablauf

 Infos zum VermessungsablaufInformationen zum Vermessungsablauf

Katastervermessungen und Abmarkungen:

Eine Katastervermessung und Abmarkung setzt sich regelmäßig aus 3 Bearbeitungsschritten zusammen, die alle vom Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur koordiniert und veranlasst werden:

  1. Übermittlung der erforder­lichen amt­lichen Unter­lagen zur Durch­führung von Kataster­vermessungen und Ab­markungen aus dem Liegen­schafts­kataster (Vorbereitungs­daten) durch die hier­für zu­ständigen unteren Vermessungs­behörden (Land­kreise und Kreis­freie Städte) an den Öffen­tlich bestellten Vermessungs­ingenieur.
  2. Durch­führung und Dokument­ation der ört­lichen Ver­messungs- und Abmarkungs­arbeiten sowie der häus­lichen Berechnungs- und Aus­werte­arbeiten zur An­fertigung der Vermessungs­schriften durch den Öffentlich bestellten Vermessungs­ingenieur. Nach der An­hörung der Be­teiligten zu Grenz­bestimmung (Wieder­her­stellung bestehen­der und erst­malige Fest­legung neuer Flur­stücks­grenzen) und Ab­markung (Kenn­zeichnung der be­stimmten Flur­stücks­grenzen mit festen, dauer­haften und örtlich er­kenn­baren Grenz­marken) werden den be­troffenen Grund­stücks­eigen­tümern die Ergebnisse der Kataster­vermessung und Ab­markung durch den Öffentlich be­stellten Vermessungs­ingenieur bekannt gegeben.
  3. Übernahme der durch den Öffentlich bestellten Vermessungs­ingenieur über­mittelten Er­gebnisse der Kataster­vermessung und Ab­markung in das Liegen­schafts­kataster durch die hierfür zu­ständigen unteren Vermessungs­behörden (Land­kreise und Kreis­freie Städte). Handelt es sich um Kataster­vermessungen, mit denen grund­buch­rechtliche Ver­änderungen be­zweckt werden, wird durch die untere Ver­messungs­behörde ein Fort­führungs­nachweis als Vor­aussetzung für den Grund­buch­eintrag ge­fertigt und an das zu­ständige Grund­buch­amt über­mittelt.

Die Zeitdauer von der Beantragung einer Katastervermessung und Abmarkung beim Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur bis zur Übernahme der Ergebnisse in das Liegenschaftskataster und Vorliegen des Fortführungsnachweises hängt größtenteils von den Bearbeitungszeiten der jeweils zuständigen unteren Vermessungsbehörde (Landkreise und Kreisfreie Städte) ab, da durch diese Behörde die Bearbeitungsschritte 1. und 3. ausgeführt werden. Hierbei treten territorial leider erhebliche Unterschiede auf. Ist die Bearbeitungszeit für die Übermittlung der Vorbereitungsdaten bei allen unteren Vermessungsbehörden mit ca. 1 – 2 Monaten noch nahezu identisch, muss für die Übernahme der Ergebnisse in das Liegenschaftskataster und die Fertigung des Fortführungsnachweises mit ca. 2 bis zu 6 Monaten ab Übermittlung der Ergebnisse durch den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur an die untere Vermessungsbehörde gerechnet werden. Für die örtliche Durchführung der Vermessungs- und Abmarkungsarbeiten und deren Dokumentation durch den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur sollte bei Katastervermessungen und Abmarkungen „normalen Umfangs“ ein Zeitraum von ca. 1 bis 2 Monaten eingeplant werden.

Ingenieurvermessungen:

Auch für die Durchführung von Ingenieurvermessungen müssen amtliche Unterlagen bei den unteren Vermessungsbehörden (Landkreise und Kreisfreie Städte) beantragt werden, wenn die Darstellung von Grenzen bzw. Grenzabständen (z.B. Absteckung, Lageplan zum Baugesuch) notwendig ist. Handelt es sich um die Vermessung von Bauvorhaben, müssen von Seiten des Auftraggebers Angaben zur lage- und höhenmäßigen Einordnung des Bauvorhabens sowie die zur Darstellung im Lageplan und zur Abstandsflächenberechnung erforderlichen Unterlagen (Ansichten, perspektivische Darstellungen, Grundrisse, Schnitte, Erdgeschossfußbodenhöhe) vorgelegt werden.

Öffentlich bestellter Vermessungs­ingenieur